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Tatort Erfurt - Interview mit Benjamin Kramme

Ich hab ja beinah nicht mehr dran geglaubt, aber der mdr hat sein neues schmuckes Tatort-Team tatsächlich nicht vergessen. Am 21.12.2014 wird der neue Tatort Erfurt über die Bildschirme flimmern *wirft mit Glitzer*.


Und es wird einige Neuerungen geben, wie dieses Interview mit Benjamin Kramme uns weis machen will. (Dass irgendein TO sich eingehend mit Kritik beschäftigt und diese dann auch vernünftig umsetzt, glaub ich erst, wenn der Til Schweiger Tatort mit Mann und Maus im Hamburger Hafenbecken ertränkt wurde).

Hier ein paar Highlights aus dem Interview inklusive meiner bombastischen Anmerkungen:

Im zweiten Teil soll sich ja einiges ändern. Die Jugendsprache soll besser dosiert werden und Sie ermitteln jetzt zu dritt als Kommissare, nachdem die Praktikantin Johanna Grewel aufgestiegen ist.

Kramme: Johanna Grewel in den Rang einer Kommissarin zu befördern, musste früher oder später auch kommen, weil sie nicht ewig Praktikantin sein kann. Es ist toll, dass sie nun volle Kompetenzen hat und nicht nur mitläuft. Es war wichtig, dass Johanna gegenüber den Jungs eine stärkere Position einnimmt.


Ich bin absolut und total voll krass dagegen, Alter, die Jugendsprache "besser zu dosieren", eben weil sie es im ersten Teil genau richtig gemacht haben (zumindest was die Kommissare anging - ob tatsächlich noch irgendein Student "Alter Falter" sagt, sei mal dahingestellt) und ich generell für mehr Umgangssprache im Fernsehen zu haben bin (streicht das gottverdammte Präteritum aus der wörtlichen Rede, niemand sagt "Einige nahmen es [das Medikament] bei uns in der Prüfungszeit", auch nicht die völlig verkopfte Johanna).

ABER JOHANNA ALS KOMMISSARIN OMGWTFBBQ, ich bin so aufgeregt!!! Das könnte tatsächlich was werden - zumal ich der Meinung bin, dass Johanna eine durchaus großartig angelegte Rolle war - die einfach mal wieder ein wahnsinnig miserables Drehbuch im ersten Teil abbekommen hat, urghs, schaut denen beim mdr (und überall sonst, wir erinnern uns mit Schrecken an TO Hamburg) denn keiner auf die Finger. Ich bin wirklich sehr sehr neugierig, wie sie es umsetzen werden, dass sie den Jungs jetzt ebenbürtig ist. Gleichzeitig hege ich ein bisschen die Befürchtung, dass sie von ihrer liebenswert brabbelnden Art vielleicht gar nichts mehr beibehalten werden, weil sie sich zu sehr von der Kritik abgeschreckt sahen? Naja, man wird sehen.

Welche Kritik war berechtigt?
Es gab zum Beispiel Kritik an den unmodernen Geschlechterverhältnissen zwischen Funck, Schaffert und Grewel. Es ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden, dass manche Situationen vielleicht nicht ganz glücklich umgesetzt waren. [...]


Unmodernen Geschlechterverhältnisse? - Okay, ich schätze darüber, kann man sich streiten, aber das einzig unmoderne an diesen Geschlechterverhältnissen war der blödsinnige "alle Studentinnen sind Prostituierte"-Plot. Ich fand es nicht schlimm, dass Johanna sich gegen den grummeligen Henry behaupten musste (eben weil es nur Henry war, Maik war nämlich immer nett zu ihr), das ist doch Stoff für Reibereien, der ganz normal ist, es gibt doch schließlich überall Kollegen, die einen (zu Beginn) nicht leiden können.

Ihre Figur, die des Maik Schaffert, ist ja ein typischer Junggeselle, der sich von Pizza und Bier ernährt und zu Rot-Weiß Erfurt ins Stadion geht. Was ist an Maik Schaffert denn so interessant?

Gar nicht so sehr, dass er Pizza isst und Bier trinkt - das waren die Bilder aus der ersten Folge. Darin würde ich nicht alles festmachen. Fakt ist, er ist ein Einzelgänger. Maik Schaffert hat seine Freundschaft zu seinem Kollegen Henry Funck, aber er ist ansonsten jemand, der gern mit sich allein ist und der auch nicht mit einer Frau zusammenlebt, sondern alleine...


Es gibt einen total wichtigen, wissenschaftlichen Grund, aus dem ich das hier zitiert habe. WEIL ES SO SCHRECKLICH SÜSS IST und ich gern mehr von Maik und Henrys Freundschaft sehen würde - am allerallerliebsten mit Johanna, denn es soll sich ein "Vertrauensverhältnis unter den dreien" entwickeln (EIN TO-THREESOME, WO MUSS ICH UNTERSCHREIBEN).

Jedenfalls bin ich sehr froh, dass die Erfurter eine zweite Chance bekommen werden und bin tatsächlich seit langem mal wieder voller Vorfreude auf eine Folge.

Bitte bitte versaut es nicht.

In diesem Sinne: Okay!


Wer sein Gedächtnis auffrischen mag: hier unsere Kommentare zum ersten Fall

Tags: !presse, tatort: erfurt
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